Zu den Funktionsträgern

Geschichte der
Königlich privilegierten
Feuerschützengesellschaft Baumburg
(geg. 1876)

Die Anfänge des Baumburger Schützenwesens gehen zurück bis in das Jahr 1750 , als nach Aufzeichnungen des Klosters Baumburg die "Baumburger Schützen" bereits aktiv waren. Urkundlich verbürgt ist jedoch die Gründung des Baumburger Schützenvereins im Jahr 1876.

Besonders wichtig für die weitere Entwicklung des Vereines war die Tatsache, daß schon in der Gründungsversammlung die Schützenordnung König Ludwig II. aus dem Jahre 1868 ausdrücklich anerkannt und diese Anerkennung damals dem königlichen Bezirksamt Traunstein mitgeteilt wurde.
Die Vereinsgeschichte bestimmte in den Anfangsjahren der 1.Schützenmeister Alois Wassermann, der bis in das Jahr 1896, also 20 Jahre lang, die Geschicke des Vereins mit großer Weitsicht führte.
Im Jahr 1896 wurde der Kaufmann Josef Clemente zum 1. Schützenmeister gewählt. Er hatte sein Amt bis zu seinem Tod im Jahr 1930, also 34 Jahre, inne.
Als 1930 Hans Dietl, ein Sohn des Vereinsgründers Johann Dietl, den Vorsitz der Gesellschaft übernahm , zogen bereits unheilvolle Wolken am Schützenhimmel auf. Die Nationalsozialisten übernahmen mehr und mehr den gesamten Schießbetrieb. Wie lange Dietl sein Amt inne hatte, ist nicht mehr genau nachzuweisen. Wahrscheinlich wurde er bereits 1934 von dem letzten Schützenmeister vor dem Kriege, dem Landwirt Peter Holzner aus Neugaden, abgelöst. Die Baumburger Schützengesellschaft wurde 1950 wieder neu belebt, und ist damit einer der ersten Schützenvereine, die nach dem Krieg wieder mit dem Schießbetrieb begannen.
Seit 1950 gibt es also wieder einen "Schützenverein Baumburg", wie er damals hieß. Es war zu dieser Zeit durch die Kriegswirren, in denen viele Unterlagen verloren gingen, nicht bekannt, daß der Verein eine königlich-privilegierte Schützengesellschaft war. Erst später wurde der Name des Vereins in "Feuerschützengesellschaft Baumburg" umbenannt. Eine Bestätigung des königlichen Privilegs konnte jedoch erst später aus den Akten der Behörden nachgewiesen werden.
Das Vereinslokal, wie es heute besteht, wurde im Jahr 1975 vom inzwischen seit 1970 an der Spitze des Vereins stehende Gruben- und Kanalreinigungsunternehmer Franz Mayer, errichtet. Das Schießlokal in Baumburg wurde so zum Inbegriff für die Selbständigkeit des Vereines . So erlebte der Verein einen ungeahnten Aufschwung, der sich auch auf Gauebene bemerkbar machte. 1979 wurde eine Rundenwettkampfmannschaft gemeldet, die es in ein paar Jahren schaffte, in der Gau-Klasse mitzustreiten. Mit den damaligen Jungschützen Stefan Baumgartner, Uli Böhm, Jürgen Domke, Heiner Nittnaus und Thilo v. Stechow konnte 1986 eine 2. Rundenwettkampfmannschaft ins Rennen geschickt werden.
Ab 1986 wurden die Geschicke der FSG Baumburg von Franz Baumgartner, einen Kfz-Meister, der das Amt des 1. Schützenmeisters von Franz Mayer übernahm, geleitet. In seiner Amtszeit wurden die sportlichen und gesellschaftlichen Veranstaltungen forciert. Man begann in Baumburg mit dem "Altenmarkter Dorfschießen", welches 1999 seinen 5. Geburtstag feierte, und für alle Gäste eine "Riesengaudi" darstellt.
Seit 1994 hält nun Jürgen Domke das Ruder der Kgl. priv. FSG Baumburg in Händen. Mit ihm und dem Festausschuss soll im Jahr 2001 das 125jährige Vereinsjubiläum gebührend gefeiert werden.