Das Buchenwaldgedenken
Die Folge der Überfüllung war, daß in diesem Hauptfeldspital eine Typhusepidemie ausbrach, der nach der Überlieferung mehr als 2000 Verwundete zum Opfer fielen. Für sie wurde im nahen Buchenwald in größtmöglicher Eile ein Massengrab ausgehoben. Es herrschte eine solche Verwirrung und Panik, daß die Toten weder gezählt noch registriert wurden, so daß später niemand mehr sagen konnte, wie viele und wen man dort zur letzten Ruhe bestattet hatte. Um die Erinnerung an dieses schreckliche Ereignis für immer wach zu halten, baute im Jahre 1849 die Pfarrgemeinde Baumburg-Altenmarkt auf einer Anhöhe über dem Massengrab eine kleine Gedächtniskapelle in neuromanischem Stil. Die schlichte Kapelle ist mit Blumen, Rankenwerk und Ornamenten ausgemalt. Den Altar schmückt ein Wandbild der schmerzhaften Muttergottes. Vor dem Eingang zur Kapelle stehen zwei Gedenksteine für die Gefallenen des Krieges 1870/71. Weitere Denkmäler befinden sich unter dem Kapellenhügel für die Toten von 1800 und der beiden Weltkriege 1914-1918 und 1939-1945. Nach dem Ersten Weltkrieg setzte die Gemeinde Altenmarkt jedem ihrer Gefallenen im Wald unter der Kapelle ein hölzernes Gedenkkreuz. Dieser fromme Brauch wurde dann auch im Krieg 1939-1945 wieder aufgenommen. Seitdem versammeln sich jedes Jahr im Juni dort viele Menschen zum sogenannten Buchenwaldgedenken, das als würdiges Gedenken an die Gefallenen begangen wird. |